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Im Rahmen des Vorhabens wurden Feinfiltersysteme von unterschiedlichen Bauarten und verschiedenen Herstellern mit einem gering trübstoffhaltigen Quellwasser beaufschlagt. Da im Untersuchungszeitraum keine erhöhten Trübungswerte auftraten, wurden Stoßbelastungen durch Dosieren von Quarzmehlpartikeln mit einem mittleren Durchmesser von 3 µm als Modelltrübstoff simuliert. Bei einer ausreichenden Elimination des Modelltrübstoffes im Feinfiltersystem wird davon ausgegangen, dass gleichzeitig auch parasitäre Mikroorganismen, die eine Größe im Bereich von 5 bis 15 µm aufweisen zurückgehalten werden. Dieser Tatsache kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, da Parasiten durch die üblicherweise zum Einsatz kommenden Desinfektionsverfahren mit Mitteln auf Chlorbasis nicht inaktiviert werden und deshalb filtrativ abzuscheiden sind.
Bei simulierten Stoßbelastungen mit dem Modelltrübstoff mit Trübungswerten bis zu 10 FNU wurden im Ablauf der Hauptfilter i. d. R. Trübungen < 0,1 FNU erreicht. Entscheidend für den Trübstoffrückhalt sind neben den Trenngrenzen der Filter die Dichtungen zwischen Filtermaterial und -gehäuse. Filter mit einer Tiefenfiltrationswirkung, wie beispielsweise mehrschichtige Vlieswerkstoffe weisen längere Filterstandzeiten auf als Oberflächenfilter, zu denen Membranfaltenfilter zählen. Letztere weisen jedoch oft einen besseren Rückhalt im Vergleich zu den Vliesfiltern auf.
Die Kosten für den Ersatz des Filtermaterials bei den untersuchten, nicht spülbaren Systemen bewegen sich bei der Aufbereitung gering trübstoffhaltiger Wässer im vorliegenden Fall im Bereich zwischen 0,1 und 0,5 Euro/m³. Bei häufigem Auftreten erhöhter Trübungen im Rohwasser können sich die Kosten demgegenüber z. T. deutlich erhöhen. Die Investitionskosten für die Gehäuse zur Aufnahme der Filtermaterialien (ohne Verrohrung, ohne MSR) sind hingegen relativ niedrig. Daraus resultieren spezifische Kosten von ca. 0,02 bis 0,04 Euro/m³.
Das Einsatzgebiet für nicht spülbare Systeme wird insbesondere für Kleinanlagen gesehen, deren Rohwässer i.d.R. gering trübstoffbelastet sind, nur sporadisch eintrüben und eine geringe mikrobielle Belastung aufweisen. Die Aufgabe eines Feinfiltersystems besteht somit darin, erhöhte Trübstoffgehalte im Rohwasser soweit zu vermindern, dass anschließend eine sichere Desinfektion möglich ist.