Ammoniumeliminierung bei niedrigen Temperaturen< zurück

BMBF-Verbundprojekt Exportorientierte Wasserwirtschaft

Kernprojekt C3: Ammoniumeliminierung bei niedrigen Temperaturen

Bei der Aufbereitung von Oberflächenwasser, insbesondere in Ländern mit bisher unzureichender Abwasserbehandlung, bereiten erhöhte Ammoniumkonzentrationen häufig Probleme. Während bei höheren Wassertemperaturen die Nitrifikation bereits im Gewässer erfolgt, steigen die Ammonium-Konzentrationen mit Rückggang der Wassertempratur meist deutlich an. Können die Ammonium-Konzentrationen in der Aufbereitung nicht eliminiert werden, ist der Einsatz hoher Desinfektionsmitteldosen erforderlich, um eine Nitrifikation im Netz zu verhindern. Die damit verbundene Chloraminbildung führt zu starken Geruchsbeeinträchtigungen des Trinkwassers.
Ziel des Vorhabens ist es, auf Grundlage der vorliegenden Erfahrungen eine verfahrenstechnische Lösung zu erarbeiten, die bei niedrigen Temperaturen und hohen Ammoniumkonzentrationen eine weitgehende und stabile Ammoniumelimination bei der Filtration sichert.
Auf der Basis von kleintechnischen und großtechnischen Versuchen sollen folgende Schwerpunkte bearbeitet werden:

  • quantitative Beschreibung des Einflusses relevanter Milieubedingungen auf die Nitrifikation (Limitierungen, Hemmungen)
  • Temperaturabhängigkeit der Nitrifikation insbesondere bei Temperaturabsenkung in nitrifizierenden Filtern
  • externe Anzucht und anschließende Dosierung von Nitrifikanten im Filter
  • Modellierung und Bemessung nitrifizierender Filter in der Trinkwasseraufbereitung

Das Projekt wurde im Rahmen des BMBF-Verbundvorhabens „Exportorientierte Wasserwirtschaft“ bearbeitet.

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Wido SchmidtVisitenkarte downloaden