Die Ausbildung eines in der Regel mit „muffig“ beschriebenen Geruchs- bzw. Geschmacks des Trinkwassers während der Verteilung im Netz ist ein häufig beschriebenes Phänomen, für welches es bisher keine eindeutige Erklärung und demzufolge auch keine gesicherten Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verminderung gibt. Hinzu kommt eine vermeintlich große Zufälligkeit bzw. Unregelmäßigkeit was das Auftreten dieser Qualitätsbeeinträchtigungen
betrifft. Im Ergebnis eines geplanten F+E-Gemeinschaftsprojektes zwischen dem DVGW und der ATT sollen die Ursachen aufgeklärt und darauf aufbauend möglichst wirksame Maßnahmen zur Vermeidung dieser Effekte formuliert werden.
Auf der Basis von sensorischen Voruntersuchungen mittels ausgewählter Modellwässer wurde herausgefunden, dass die Reaktion von Chlor mit aminosäurebürtigen DOC-Bestandteilen des Wassers sowie des Biofilms für die Ausbildung von Geruch und Geschmack im Wasser verantwortlich sind.
Zur Untersuchung dieses Phänomens wird ein am TZW entwickeltes neues und schnelles Detektionsverfahren, die Aufnahme von Fluoreszenzmatrizes, eingesetzt. Mit Hilfe dieser sehr empfindlichen Methode soll das Vorkommen und die Ausbreitung von aminosäurebürtigem DOC in Rohwässern, während der Wasseraufbereitung und im Netz erfasst werden.
Die Lösung des Problems soll dann wie folgt erarbeitet werden:
| Dr. rer. nat. Wido Schmidt |
| Dipl.-Geoökol. Anika Grübel |
01.01.2009 - 01.01.2012