Das Technologiezentrum Wasser verfügt über Methoden und Verfahren zur Untersuchung und Charakterisierung von Oberflächen. Die Hauptanwendungsfelder liegen in der Schadensfalluntersuchung in der Abteilung Korrosion und in der Bearbeitung von Forschungsvorhaben zu den Mechanismen der Eisen- und Kupferkorrosion im Heinrich-Sontheimer-Laboratorium. Die Anwendung dieser Techniken beschränkt sich mittlerweile nicht mehr auf Fragestellungen aus dem Korrosionsbereich, sondern schließt auch Untersuchungen von Sedimenten, Filtermaterialien oder Mineralien ein.
DokumentationOberflächenuntersuchungen beginnen mit Probenahme und Dokumentation. Mit Einführung der digitalen Kameratechnik können Bilddaten und Messergebnisse gleichermaßen elektronisch archiviert und verfügbar gemacht werden. Dazu steht das Bilddatenbanksystem IM1000 (
Fa. Leica-Microsystems, Wetzlar) zur Verfügung.
LichtmikroskopieMit den vorhandenen Aufnahmegeräten (Video- und Digitalkameras) können makroskopische und mikroskopische Strukturelemente von Oberflächen und Bauteilen dokumentiert und ausgewertet werden. Mit dem Makroskop M420 und dem Metallmikroskop DMLM (
Fa. Leica-Microsystems, Wetzlar) stehen moderne und leistungsfähige Geräte mit bis zu 500-facher Vergrößerung zur Verfügung. Bei hohen Vergrößerungen unterstützt die Leica Extended-Focus-Technik das Auge durch Erstellung hochauflösendern und tiefenscharfer Bilder. Das Verfahren kann auch zur berührungslosen Vermessung dreidimensionaler Oberflächenstrukturen eingesetzt werden.
Phasenanalyse und Elementanalyse, MetallograhpieDie Mikroskopie wird eingesetzt, um Oberflächen verschiedener Geometrie (Rohre, Pulver, metallographische Anschliffe) zu charakterisieren und weitergehende Untersuchungen durch röntgenographische Phasenanalyse (Pulverdiffraktion und ortsauflösende Mikrodiffraktion mit dem GADDS-System der
Fa. Bruker-AXS, Karlsruhe) vorzubereiten. Vervollständigt werden die Analysenverfahren durch die Elementanalyse über Röntgenfluoreszenz und die durch metallographische Präparationstechniken (Trennen, Einbetten, Schleifen, Polieren und Ätzen). Die Auswertung der metallographisch hergestellten Präparate wird durch die Bildanalysesoftware Leica QWin unterstützt.