CPDW (2001-2003)< zurück

EU-Proposal Nr.: EVK1-2000-00622
Development of harmonised tests to be used in the European Approval Scheme concerning Construction Products in contact with Drinking Water

2001 bis 2003 wurde ein zweijähriges EU-Forschungsvorhaben durchgeführt, das sich mit der Entwicklung von harmonisierten Normen beschäftigte, die für das Europäische Anerkennungssystem (EAS) zur Zulassung von Bauprodukten, die in Kontakt mit Trinkwasser kommen, eingesetzt werden sollten. Daran waren 14 Institutionen aus 10 europäischen Ländern beteiligt.

Das Vorhaben umfasste 4 Teilprojekte, die jeweils die Entwicklung einer normungsfähigen Testgrundlage zur Materialprüfung zum Ziel hatten:

1. Mikrobielles Wachstum
2. Zytotoxizität
3. GC-MS zum Nachweis unerwarteter chemischer Substanzen
4. Desinfektionsnebenprodukte

Die Abteilung Mikrobiologie des TZW war am Teilprojekt 1 beteiligt.

Für das Teilprojekt 1 zum Nachweis der Förderung mikrobiellen Wachstums durch ein Produkt wurden von der Regulierungsgruppe für Bauprodukte in Kontakt mit Trinkwasser, deren Mitglieder von den Mitgliedsstaaten offiziell ernannt wurden, genaue Vorgaben gemacht, auf welcher Grundlage das Testverfahren aufgebaut sein sollte. Die bereits existierenden nationalen Anforderungen W270 (Deutschland), BS6920 (Großbritannien) und BPP-Methode (Niederlande) konnten nicht harmonisiert werden, da sie auf völlig verschiedenen Testprinzipien und -parametern beruhen. Die Regulierungsgruppe gab vor, als summarischen Biomasseparameter ATP einzusetzen, da dieser eine sehr niedrige Nachweisgrenze aufweist und auch unter verschiedenen praktischen Bedingungen gemessen werden kann. Die Forschung bezog sich auf die Entwicklung der genauen Testparameter wie Testwasser, Inoculum, statisch/dynamisches Verfahren u. s .w. Dabei war sowohl zu berücksichtigen, dass der Test möglichst praxisrelevant sein sollte, andererseits aber auch, dass die Testmethode von CEN als europäischer Standard eingesetzt werden konnte.

Als Ergebnis des Forschungsprojektes wurde ein BPP-Test mit wöchentlichem Wasserwechsel und einer Gesamtdauer von 16 Wochen vorgeschlagen, wobei nach 8, 12 und 16 Wochen ATP-Werte im Wasser und auf den Materialoberflächen bestimmt werden. Weitere Standardisierung wurde für die Parameter Testwasserqualität, ATP-Analyse und Ablösung der Biomasse für erforderlich gehalten.