EMG (2005-2006)< zurück

EU: Grant Agreement SI2.403889

Standardizing the BPP-Method for determining the enhancement of microbial growth by CPDW


Als Ergebnis des Forschungsvorhabens CPDW war eine Biomasse-Produktions-Potential (BPP)-Testmethode zur Prüfung von Produkten in Kontakt mit Trinkwasser vorgeschlagen worden.
Einige Aspekte dieser Methode bedurften jedoch einer weiteren Standardisierung, und zwar (1) die ATP-Analyse, (2) die Auswahl des Testwassers und (3) die Ablösung der Biomasse von der Materialoberfläche. Hierzu wurden die Arbeiten mit Förderung der EU (SI2.403889) sowie verschiedener nationaler Behörden und der beteiligten Institute KIWA (NL), CRECEP (F), TU Denmark (DK), Thames Water (GB) und TZW (D) mit dem Ziel "Standardizing the Biomass Production Potential Method for Determining the Enhancement of Microbial Growth (EMG) by Construction Products in Contact with Drinking Water" über einen Zeitraum von einem Jahr von April 2005 bis April 2006 fortgeführt.

(1) ATP Analyse

Es wurden insgesamt 3 Ringversuche zum Vergleich der ATP-Analysen zwischen den Laboren durchgeführt. Die Variantionskoeffizienten innerhalb der Labore lagen jeweils unter 10%, während zwischen den Laboren zunächst deutlich höhere Variationskoeffizienten beobachtet wurden. Es konnte gezeigt werden, dass dies auf hohe Schwankungen bei der Bestimmung der Steigung einer einzelnen Kalibrierung zurückzuführen ist. Bei Verwendung durchschnittlicher Kalibrierungen (aus mind. 6 bzw. 10 Kalibrierkurven) wird die Variabilität deutlich gesenkt, so dass Variationskoeffizienten von < 20% resultieren.

(2) Auswahl des Testwassers

Grundsätzlich ist die Verwendung von Trinkwasser möglich, sofern es frei von Chlorrestgehalten ist. Gleichzeitig müssen die wachstumsfördernden Eigenschaften des Testwassers möglichst minimal sein und eine Wachstumslimitierung aufgrund eines Mangels an Spurenelementen muss ausgeschlossen sein. In jedem Labor muss die Eignung des Wassers daher für den Einsatz zur Materialtestung vorab geprüft werden. Die Prüfprozedur wurde als Anhang zur Prüfvorschrift ergänzt.

(3) Ablösung der Biomasse

Es konnte gezeigt werden, dass eine Vorhersage der Effektivität verschiedener technischer Verfahren zur Ablösung der Biomasse (Ultraschallbad (LES), Ultraschallsonde (HES)) nicht möglich ist. Daher müssen die Techniken jeweils verifiziert werden (durch eine anschließende weitere Ablösung). Die Effektivität wird als ausreichend betrachtet, wenn der jeweilige Verifizierungsschritt weniger als 10% ausmacht.

Bei Anwendung des ausgewählten Entwurfs einer Standardprozedur, wobei viele Variablen noch nicht abschließend festgelegt waren, wurden insgesamt 7 Materialien (einschließlich Glas) vergleichend untersucht. Alle 5 Labore lagen dabei bei Z-Werten zwischen -2 und +2 und daher in einem statistisch akzeptablen Berech.