![]() Schematische Darstellung des Nachweises von Einzelzellen und Mikrokolonien nach FISH-Markierung. |
EU-Contract Number: 018320
Development of rapid and specific methods for quantification of indicator and pathogens by FISH-techniques
Die Abteilung Mikrobiologie ist im Rahmen des EU-Projektes TECHNEAU (Technology enabled universal access to safe water) in das Arbeitspaket "Analytical tools for monitoring drinking water quality" involviert. In Zusammenarbeit mit der Firma Vermicon soll eine neue Methode zum spezifischen Nachweis von Bakterien mittels Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) entwickelt werden. Der Nachweis mittels FISH erfolgt durch Bindung einer spezifischen fluoreszenz-markierten Gensonde an einen für ein bestimmtes Bakterium oder eine bestimmte Bakteriengruppe charakteristischen rRNA-Abschnitt. Im Gegensatz zum Nachweis mittels PCR (Polymerase-Chain-Reaction) werden bei der FISH-Technik nur aktive Zellen detektiert, so dass eine solche Methode beispielsweise auch zur Detektion in aufbereitetem / desinfiziertem Trinkwasser eingesetzt werden könnte.
Validierung einer schnellen und spezifischen Methode zur Quantifizierung von E. coli und coliformen Bakterien mittels FISH-Technik
Für den Nachweis mikrobieller Kontaminationen in Wasserversorgungssystemen sind schnelle, spezifische und sensitive Methoden wünschenswert. Im Rahmen des Arbeitspaketes 3 "Analytical tools for monitoring drinking water quality" des EU-Projektes TECHNEAU sollen Methoden entwickelt werden, die eine quasi-online-Überwachung ermöglichen. Die Abteilung Mikrobiologie entwickelte und erprobte deshalb in Zusammenarbeit mit der Fa. Vermicon eine neue Methode zum spezifischen Nachweis von Bakterien mittels Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH). Der Nachweis mittels FISH erfolgt durch Bindung einer spezifischen fluoreszenz-markierten Gensonde an einen für ein bestimmtes Bakterium oder eine bestimmte Bakteriengruppe charakteristischen rRNA-Abschnitt. Um die Anwendung dieses Verfahrens auch in Trinkwasser zu ermöglichen, musste eine Quantifizierung ermöglicht werden. Hierzu wurde ein existierendes qualitatives Verfahren für den Nachweis von E. coli und coliformen Bakterien auf Objektträgern in ein Protokoll zur Anwendung auf Membranfiltern nach Filtration eines definierten Wasservolumens umgearbeitet.
Es wurden zwei verschiedene Ansätze verfolgt: Zum einen der direkte Nachweis von Einzelzellen nach FISH-Markierung auf den Filtern, zum andern der Nachweis von Mikrokolonien nach einem kurzen Inkubationsschritt des Filters auf Agar-Platten und anschließender FISH-Markierung. Quantitative Vergleiche mit Standard-Kulturverfahren wurden durchgeführt und ergaben beim Nachweis von Mikrokolonien eine gute Übereinstimmung. Die Validierung dieses Verfahrens mit aufdotierten Wasserproben, natürlichen Wasserproben und desinfizierten Wasserproben war erfolgreich.
Der direkte Nachweis von Einzelzellen mit dem Vorteil des Vorliegens der Ergebnisse innerhalb weniger Stunden war ebenfalls möglich. Allerdings ist die mikroskopische Auswertung relativ mühsam, da die Signale nur sehr schwach sind. Eine automatisierte Auswertung ist deshalb bei dem derzeitigen Einzelzell-Protokoll nicht möglich, so dass sich dadurch eine höhere Nachweisgrenze ergibt.
Publikationen:
Removal of phages and nanoparticles by ceramic membranes
Zusammen mit der Abteilung Technologie untersuchte die Abteilung Mikrobiologie im Rahmen des Arbeitspaketes "Technologies for high quality water supply" den Rückhalt von Phagen und Nanopartikeln durch keramische Membranen. Im Gegensatz zu den derzeitigen, in der Wasseraufbereitung eingesetzten Mikro- und Ultrafiltrationsmembranen aus organischen Materialien werden keramische Membranen aus anorganischen Materialien hergestellt.
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind folgenden Publikationen zu entnehmen:
European Commission (Contract Number: 018320)
2006-2010